Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (m/w/d) – Experimentsteuerung und Experimentelle Instrumentation – Kenn-Nr. 06821-08-wiss-mk

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) gehört zu den großen Universitäten in Deutschland. In der Wissenschaftsregion Rhein-Main entfaltet sie ihre Leistungsstärke, Innovationskraft und Dynamik. Als Volluniversität ermöglicht die JGU ein Fachgrenzen überschreitendes Lehren und Lernen und eröffnet großes Potenzial für international renommierte, interdisziplinäre Forschung. Fast all ihre Einrichtungen vereint die JGU auf einem innenstadtnahen Campus – ein Ort lebendiger akademischer Kultur für Forschende, Lehrende und Studierende aus allen Kontinenten.

Fachbereich 08, Institut für Kernphysik, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (m/w/d)
- Experimentsteuerung und Experimentelle Instrumentation -

in Vollzeit (100%)

Am Institut für Kernphysik wird als zentrale Infrastrukturmaßnahme des Exzellenz-Clusters PRISMA der neuartige Elektronenbeschleuniger MESA (Mainz Energy recovering Superconducting Accelerator) aufgebaut. Bei MESA wird es sich um den weltweit ersten mehrfach rezirkulierenden Dauerstrich-Energy Recovering Linac (ERL) Beschleuniger handeln. Erstmals werden in Mainz supraleitende Kavitäten zum Einsatz kommen, was besondere Anforderungen an die Infrastruktur und insbesondere an die Prozesskontrolle stellt. MESA wird die Grundlage für Präzisionsexperimente der Kern-, Hadronen und Teilchenphysik sein und das Physikprogramm wird von einer Niederenergie-Präzisionsmessung des elektroschwachen Mischungswinkels bis hin zu Messungen der elektromagnetischen Formfaktoren sowie kernphysikalischen Fragestellungen reichen. Besonders innovativ ist in diesem Zusammenhang der Betrieb eines höchstintensiven ERL-Strahls (mit Strahlintensitäten bis zu 10 mA) in Kombination mit einem internen Gas-Target (Experiment MAGIX).

Der Betrieb des Beschleunigers stellt wegen der extremen Intensität und der gestiegenen Anforderungen der Experimente höchste Anforderungen im Bereich der Prozesskontrolle, die durch entsprechend hochentwickelte digitale Systeme gewährleistet werden muss. Der/die Stelleninhaber/in soll die Steuerung und Kontrolle des MESA-Beschleunigers verantworten. Die geplante lange Einsatzzeit von MESA (>20 Jahre) verlangt eine besondere Sorgfalt bei der Planung und Ausführung, besonders im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Wartbarkeit der Systeme. Hierzu müssen die Besonderheiten des Betriebs an einer einmaligen Beschleunigeranlage, die im dauerhaften Nutzbetrieb eingesetzt wird, laufend in Betracht gezogen werden

Ihre Aufgaben:
Aufbau des Kontrollsystems mit den Hauptkomponenten

Software:

  • Implementation und Betrieb des MESA-Kontrollsystems basierend auf einer nachhaltig wartbaren Plattform, wie z.B. EPICS
  • Programm- und Betriebssysteme, auch für Echtzeitanwendungen (insbesondere von Linux, Windows, RTLinux, RTEMS)
  • Gebräuchliche Skriptsprachen (Python, Perl, Shell-Skript)
  • Datenbank-Anwendungen und Archivierung
  • Internet, d.h. Pflege der Schnittstellen zur Außenwelt z.B. mit Webservern (Apache), HTML und PHP
  • Benutzeroberflächen
  • IT-Sicherheit (Firewalls), Netzwerktechnologien

Hardware:
Prozessrechner, Mikroprozessoren, Digitale Signalprozessoren, PC-Systeme, Workstations, Parallelrechnersysteme

  • Netzwerke (Ethernet, Switches, Router und anderen Netzwerk-Technologien; Feldbus-Systeme, wie z.B. Modbus und RS485)
  • Massenspeicher (Festplattensysteme, RAID Arrays)
  • Instrumente zur Steuerung der Beschleunigerkomponenten, wie z.B. Überrahmensysteme (µTCA, VME), Mikrokontroller
  • Sensoren, wie Spannungs-/Strommesser, Transientenrekorder, Durchflussmesser, CCD-Sensoren, usw.
  • Signalverarbeitung für die Belange der Maschinensicherheit und Betriebsstabilität:
  • Entwicklung von Hardware-nahen Funktionalitäten
  • Erkennung der Fehlerzustände des Beschleunigers und Einleiten von Gegenmaßnahmen

Mitarbeit bei der Durchführung von Lehrveranstaltungen; Betreuung von Mitarbeitern, Master- und Doktorarbeiten, Konferenzbesuche und Veröffentlichungen.

Ihr Profil:
Die Bewerberinnen und Bewerber müssen neben den allgemeinen dienstrechtlichen Voraussetzungen die in § 57 Hochschulgesetz Rheinland-Pfalz geforderten Einstellungsvoraussetzungen erfüllen.

  • ein erfolgreich abgeschlossenes Hochschulstudium im Fach Physik
  • grundsätzlich eine der Tätigkeit entsprechende Promotion
  • nach erfolgreich abgeschlossenem Hochschulstudium eine hauptberufliche Tätigkeit von mindestens zwei Jahren und sechs Monaten
  • Erfahrung und Tätigkeit als Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in in einem Institut im Bereich der beschleunigergestützten Kern- oder Teilchenphysik
  • sehr gute Kenntnisse der Prozesskontrolle, insbesondere in den Bereichen Kontrollsystem, Nutzerschnittstelle und netzwerkgestütztem Datenaustausch

Wir bieten Ihnen:

  • Mitarbeit in einem engagierten, kreativen Forschungsteam
  • Jobticket wahlweise im gesamten Rhein-Main Gebiet
  • umfangreiche Personalentwicklungsangebote
  • flexible Arbeitszeitregelungen

Die Stelle wird nach EG 13 TV-L vergütet und ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt unbefristet zu besetzen.

Wir sind ein Ort der Vielfalt und begrüßen qualifizierte Bewerbungen von Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen.

Wir sind bestrebt, den Anteil der Frauen im wissenschaftlichen Bereich zu erhöhen, und haben daher ein besonderes Interesse an der Bewerbung von Frauen.

Menschen mit Schwerbehinderung werden bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Bitte senden Sie Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen zusammengefasst in einer pdf-Datei unter Angabe der Kenn-Nr. 06821-08-wiss-mk bis zum 30.04.2021 per E-Mail an:

aulenbac@uni-mainz.de

Für Fragen wenden Sie sich bitte an Herrn Prof. Dr. Aulenbacher, Tel: 06131/39-25804 oder E-Mail: aulenbac@uni-mainz.de.

Hinweise zum Datenschutz

 

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