Studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte

Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Anliegen für die studentischen und wissenschaftlichen Hilfskräfte.
Die dazugehörigen Informationen und Fragen stehen in der jeweiligen Box.

Sollten Sie darüber hinaus noch Fragen haben oder tiefgehendere Informationen benötigen, so kontaktieren Sie bitte Ihre zuständige Sachbearbeitung.

Die wöchentliche Arbeitszeit darf 19 Stunden pro Woche nicht übersteigen.

Die Erfassung, Dokumentation und Überwachung der Arbeitszeiten liegt in Verantwortung der Führungskraft und der Einrichtung. Bitte sprechen Sie die Formalitäten mit der jeweiligen Führungskraft ab.

Folgende Dateien können für die Erfassung verwendet werden (ohne Gewähr):

Welche Pausen habe ich einzuhalten?

Die Arbeit ist durch Ruhepausen von mindestens 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs bis zu neun Stunden und von mindestens insgesamt 45 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als neun Stunden zu unterbrechen. Als Pause gilt eine Arbeitsunterbrechung von mindestens 15 Minuten.

Das Beschäftigungsverhältnis endet mit Ablauf des Tages, welcher im Dienstvertrag als Vertragsende genannt ist.

Die studentische/wissenschaftliche Hilfskraft kann mit einer Frist von vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats das Beschäftigungsverhältnis ordentlich kündigen.

Sofern das Beschäftigungsverhältnis kurzfristig außerhalb der regulären Kündigungsfristen beendet werden soll, kann im Einvernehmen mit der Führungskraft ein Auflösungsvertrag geschlossen werden, der über das Dezernat Personal zu beantragen ist.

Die Befristung von Dienstverträgen mit studentischen und wissenschaftlichen Hilfskräften richtet sich nach den
§§ 2 und 6 des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG).

Wie lange kann ich als studentische/wissenschaftliche Hilfskraft beschäftigt werden?

Studentische Hilfskräfte können bis zum Erreichen des ersten (Bachelor) oder einem weiteren berufsqualifizierenden Abschluss (Master) bis zu einer Dauer von insgesamt sechs Jahren befristet werden.
Alle einschlägigen Dienstverträge, die mit einer deutschen Hochschule oder einer Forschungseinrichtung im Sinne des § 5 WissZeitVG abgeschlossen wurden, werden unabhängig von der Stundenanzahl, auf die Befristungsdauer nach § 6 WissZeitVG angerechnet.

Wissenschaftliche Hilfskräfte mit Abschluss (Master, Uni-Diplom Magister, Staatsexamen), welche den Zugang zum vierten Einstiegsamt (höherer Dienst) eröffnet, können gemäß § 2 Abs. 1 WissZeitVG ebenfalls für sechs Jahre befristet beschäftigt werden.
Auch hier werden alle einschlägigen Dienstverträge, die im Sinne des § 5 WissZeitVG abgeschlossen wurden, unabhängig von der Stundenanzahl auf die Befristungsdauer angerechnet.

Werden die Dienstverträge gegenseitig auf die Befristungsdauer angerechnet?

Dienstverträge, welche nach § 6 WissZeitVG geschlossen wurden, werden nicht auf die Befristungsdauer nach § 2 Abs. 1 WissZeitVG angerechnet.
Bei einer Weiterbeschäftigung als wissenschaftliche Mitarbeitende gemäß § 2 Abs. 1 WissZeitVG werden alle Dienstverträge mit Master-Abschluss und einem Beschäftigungsumfang von ≥ 10 Wochenstunden auf die Befristungsdauer angerechnet.

Studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sind Beschäftigte des Landes Rheinland-Pfalz. Für die Einstellung und die Entgeltzahlung sind bestimmte Unterlagen erforderlich, welche beim Dezernat Personal, Referat PA 2, vorgelegt werden müssen.

Wir weisen darauf hin, dass die Anträge/Dienstverträge nur bei Vorliegen sämtlicher Unterlagen bearbeitet und zur Zahlbarmachung an das Landesamt für Finanzen Koblenz (LfF) weitergeleitet werden können. Fehlende Unterlagen müssen daher zeitnah nachgereicht werden.

Folgende Unterlagen benötigen wir für die Einstellung:

Folgende Unterlagen sind bei einer Weiterbeschäftigung vorzulegen:

Was ist bei ausländischen Hochschulabschlüssen zu beachten?

Bei ausländischen Hochschulabschlüssen bedarf es zusätzlich:

  • sofern vorhanden, die Anerkennungsurkunde des ausländischen Hochschulabschlusses (ausgestellt von der JGU Mainz im Rahmen der Einschreibung) (Kopie)
    alternativ die Zeugnisse und Urkunden sämtlicher Hochschulabschlüsse in Originalsprache inklusive aller ggf. vorausgegangener Prüfungen, Transcript of Records und Diploma Supplements mit amtlicher Übersetzung in deutscher oder englischer Sprache (Kopien)
  • akademischer Lebenslauf

Was ist bei einem Aufenthaltstitel ausländischer Studierenden zu beachten?

Auslaufende Aufenthaltstitel müssen zeitnah vor Ablauf verlängert werden, da es ansonsten zu einer Unterbrechung des Beschäftigungsverhältnisses kommt. Bis zur Aushändigung des Aufenthaltstitels ist eine vorläufige Bescheinigung der zuständigen Ausländerbehörde erforderlich. Ohne Vorlage eines gültigen Aufenthaltstitels bzw. einer vorläufigen Bescheinigung darf keine Arbeitsaufnahme erfolgen!

Das Entgelt richtet sich nach den Richtlinien der Tarifgemeinschaft deutscher Länder über die Arbeitsbedingungen der studentischen und wissenschaftlichen Hilfskräfte in der jeweils geltenden Fassung.

Wie hoch sind die Vergütungssätze?

Die Höhe der aktuellen Bruttovergütung kann den entsprechend geltenen Entgelttabellen entnommen werden:

Die Zahlung der Vergütung erfolgt über das Landesamt für Finanzen Koblenz (LfF).

Wann wird das Entgelt gezahlt?

Das Entgelt wird jeweils am Monatsende für den laufenden Monat gezahlt (einschließlich etwaiger Nachzahlungen). Voraussetzung hierfür ist, dass alle für die Entgeltzahlung erforderlichen Unterlagen bis zum 10. eines Monats der entgeltzahlenden Stelle, dem Landesamt für Finanzen (LfF) vorliegen. Über die Höhe des Entgeltes und der Abzüge erhalten Sie eine Entgeltabrechnung.

Erhalte ich als studentische bzw. wissenschaftliche Hilfskraft Weihnachtsgeld?

Studentische bzw. wissenschaftliche Hilfskräfte erhalten eine Jahressonderzahlung, sofern sie am 01. Dezember einen gültigen Dienstvertrag haben. Die Zahlung erfolgt automatisch durch das Landesamt für Finanzen (LfF). Der Anspruch vermindert sich um ein Zwölftel für jeden Kalendermonat, in dem die Hilfskraft keinen Anspruch auf Vergütung hat. Die Höhe beträgt:

  • bei einer Hilfskraft ohne Abschluss 80 %.
  • bei einer Hilfskraft mit Abschluss (Bachelor, FH-Diplom, o.ä.) 80 %.
  • bei einer Hilfskraft mit Abschluss (Master, Staatsexamen, Magister, o.ä.) 50 %.

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz hat sich zur Förderung des partnerschaftlichen Umgangs ihrer Beschäftigten verpflichtet. Mit der Einrichtung einer Konfliktberatungsstelle wurde den Beschäftigten der Johannes Gutenberg-Universität Mainz die Möglichkeit geboten, sich mit Konflikten an Ihrem universitären Arbeitsplatz, die nicht mehr von den Beteiligten selbst gelöst werden können, an eine unabhängige Stelle zu wenden.

Im Rahmen des PE-Weiterbildungsprogramms werden regelmäßig Kurse zum Thema „Umgang mit Konflikten“ für Beschäftigte und Führungskräfte angeboten.

Eine Arbeitsunfähigkeit muss unverzüglich der Institutsleitung mitgeteilt werden. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage an, so ist sie durch ärztliche Bescheinigung nachzuweisen. Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung sowie eine Veränderungsanzeige sind von der Institutsleitung beim Dezernat Personal, Referat PA 2, einzureichen.

Bekomme ich Krankengeld?

Krankenbezüge werden nach den Bestimmungen des Entgeltfortzahlungsgesetzes bis zum Ende der sechsten Woche der Arbeitsunfähigkeit gezahlt, jedoch nicht über die Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses hinaus.

Müssen Fehlzeiten wegen Krankheit nachgearbeitet werden?

Nein, krankheitsbedingte Fehlzeiten müssen nicht nachgearbeitet werden.

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) duldet in ihrem Bereich keine sexuelle Belästigung, sexualisierte Gewalt oder Diskriminierung. Über die Vorgaben von § 3 IV AGG hinaus, die für alle Beschäftigten gelten, sieht sich die JGU in der Verantwortung, alle ihre Mitglieder vor solchen Handlungen und Verhaltensweisen zu schützen.

Vor diesem Hintergrund hat der Senat in seiner Sitzung vom 29.04.2022 die folgende Richtlinie beschlossen, die die Richtlinie des Senats zum Schutz vor sexueller Belästigung vom 1. Februar 2013 ersetzt:

Richtlinie des Senates zum Schutz vor sexueller Belästigung und sexualisierter Gewalt

Sobald eine Schwangerschaft bekannt ist, benötigt das zuständige Referat des Dezernat Personal unter Angabe des voraussichtlichen Entbindungstermins eine formlose Mitteilung (gerne per E-Mail).

Ist die Mitteilung bei uns eingegangen, erhalten Sie ein Schreiben mit allen wichtigen Informationen.

Das Mutterschutzgesetz (MuSchG) und das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) finden auch bei studentischen/wissenschaftlichen Hilfskräften Anwendung. Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an Ihre Sachbearbeitung des Dezernats Personal.

Wird meine Zeit durch die Schwangerschaft bzw. Elternzeit verlängert?

Es besteht für wissenschaftliche Hilfskräfte, deren Vertrag in Anlehnung des § 2 Abs. 1 WissZeitVG (Master-Abschluss) befristet ist, ebenfalls ein Anspruch auf Verlängerung des Dienstvertrages für Zeiten des Beschäftigungsverbots nach dem Mutterschutzgesetz und für Elternzeit ohne Beschäftigung, soweit diese in den laufenden Vertrag fallen.

Die Prüfung der Sozialversicherungspflicht erfolgt durch das Landesamt für Finanzen (LfF).
Es ist keine weitergehende Beratung durch das Dezernat Personal möglich.

Grundsätzlich ist eine studentische/wissenschaftliche Hilfskraft im Rahmen seines Dienstvertrages voll sozialversicherungspflichtig.

Unter folgenden Voraussetzungen besteht keine Sozialversicherungspflicht:

  • kurzfristige Beschäftigung
    Voraussetzung für eine kurzfristige Beschäftigung ist eine Beschäftigungsdauer von maximal drei Monaten bzw. 70 Arbeitstagen im Kalenderjahr. Sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, besteht Versicherungsfreiheit in allen Bereichen der Sozialversicherung.

 

  • geringfügige Beschäftigung
    Voraussetzung für eine geringfügige Beschäftigung ist, dass das monatliche Entgelt (inklusive Jahressonderzahlung) maximal 450 € (ab 01.10.2022 max. 520 €) beträgt. Die Arbeitsentgelte mehrerer geringfügiger Beschäftigungen werden dabei zusammengerechnet.In diesem Falle besteht Versicherungsfreiheit in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung.
    Eine Rentenversicherungspflicht besteht grundsätzlich in Höhe von 3,7 % der Arbeitsentgeltes (mindestens jedoch 33,08 €). Auf Antrag (deutsch) / (englisch) ist jedoch eine Befreiung hiervon möglich.

 

  • Werkstudentierende
    Voraussetzung ist die Anerkennung als „ordentliche Studierende“: Die studentische/wissenschaftliche Hilfskraft muss immatrikuliert sein und die Zeit und Arbeitskraft muss überwiegend durch das Studium in Anspruch genommen werden (liegt vor bei einer Studienzeit bis 25 Fachsemester je Studiengang und einer Arbeitszeit von weniger als 20 Stunden/Woche; Ausnahmen während Semesterferien möglich).In diesem Falle besteht Versicherungsfreiheit in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung sowie eine Rentenversicherungspflicht (Anteil: grundsätzlich 9,35 %). Eine Befreiung hiervon ist nicht möglich.

Informationen/Merkblätter

Info - Merkblatt zur geringfügigen und kurzfristigen Beschäftigung

Erklärung zur sozialversicherungsrechtlichen Beurteilung von Beschäftigungsverhältnissen

Merkblatt zu den Übergangsregelungen bei kurzfristigen und geringfügigen Beschäftigungen

Info - Merkblatt für Beschäftigungsverhältnisse im Übergangsbereich

Info - Merkblatt zur Sozialversicherung für Studierende

Info - Merblatt zur Sozialversicherungspflicht für Studierende im Zweitstudium

Erklärung zu der sozialversicherungsrechtlichen Beurteilung des Beschäftigungsverhältnisses von Studierenden im Erst-/Zweitstudium

Als Baustein des betrieblichen Gesundheitsmanagements der JGU bietet die Suchtberatung und -prävention Unterstützung und Information am Arbeitsplatz an - insbesondere im Umgang mit übermäßigem Konsum von Alkohol und anderem Suchtverhalten - und ist für alle Beschäftigten offen.

Sie ist Ansprechpartnerin für die Qualifikation von Führungskräften, genauso wie für Intervention und Hilfe im konkreten Einzelfall. Die Beratung erfolgt über eine externe Suchtberaterin und unterliegt der Schweigepflicht.

Studentische/wissenschaftliche Hilfskräfte haben Anspruch auf Erholungsurlaub.

Für die Berechnung und die Genehmigung des Urlaubes ist die Beschäftigungsstelle (Fachbereich, Institut bzw. wissenschaftliche Einrichtung) zuständig. Der Urlaub ist dort zu beantragen und wird auch von dort genehmigt oder ggf. abgelehnt.

Den Urlaubsantrag stellen wir Ihnen gerne bereit.

Wie hoch ist der Urlaubsanspruch?

Der gesetzliche Urlaubsanspruch beträgt vier Wochen Erholungsurlaub. Für die Berechnung der Urlaubstage sind die Tage der Beschäftigung pro Woche maßgeblich und nicht die abzuleistende Stundenzahl.
Formel: Urlaubsanspruch bei X Arbeitstag(en) x Anzahl der Beschäftigungsmonate / 12

Bei einer Beschäftigung von:
6 Arbeitstagen pro Woche erhalten Sie 24 Tage Erholungsurlaub (= 4 Wochen)
5 Arbeitstagen pro Woche erhalten Sie 20 Tage Erholungsurlaub (= 4 Wochen)
4 Arbeitstagen pro Woche erhalten Sie 16 Tage Erholungsurlaub (= 4 Wochen)
3 Arbeitstagen pro Woche erhalten Sie 12 Tage Erholungsurlaub (= 4 Wochen)
2 Arbeitstagen pro Woche erhalten Sie   8 Tage Erholungsurlaub (= 4 Wochen)
1 Arbeitstag     pro Woche erhalten Sie   4 Tage Erholungsurlaub (= 4 Wochen)

Bei einer nur vorübergehenden Beschäftigung im Urlaubsjahr erfolgt eine der Beschäftigungsdauer entsprechende Zwölftelung des Urlaubsanspruchs. Bruchteile von Urlaubstagen, die mindestens einen halben Tag ergeben, sind auf volle Urlaubstage aufzurunden.

Werden Feiertage auf den Erholungsanspruch angerechnet?

Bei festgelegten wöchentlichen Arbeitstagen (bspw. immer montags und freitags) müssen Feiertage, welche auf diese Arbeitstage fallen (bspw. Pfingstmontag, Karfreitag) nicht nachgearbeitet, bzw. vorgearbeitet werden. Für diese Tage muss auch kein Urlaub beansprucht werden.
Wenn eine studentische/ wissenschaftliche Hilfskraft nicht an fest vereinbarten Arbeitstagen arbeitet, sondern flexibel eingesetzt wird, wird die wöchentliche Arbeitszeit pro Feiertag um ein Fünftel gekürzt.